Dem inneren Kompass folgen

Achtsam werde ich den neuen Weg ins Unbekannte einschlagen und mich dabei von meinem inneren Kompass führen lassen. Ich werde mich ihm ganz anvertrauen, mich von ihm leiten lassen. Er wird mich warnen, wenn der Weg einmal zu holprig und unwegsam wird oder wenn ich mich in seinen Windungen verliere und der falschen Spur folge. Er wird mir immer wieder helfen, mich neu auszurichten, mein Ziel den Wegbedingungen anzupassen.

Ich vertraue darauf, dass mein innerer Kompass mich immer näher heranführen wird an die niemals versiegende Quelle tief in mir, der gleißendes Licht entspringt. Dieses Licht, welches vom Urgrund ausgeht und Raum und Zeit überwindet. Dieses Licht, welches alle Weisheit in sich trägt. Dieses Licht, welches mich zum Strahlen bringt. Mit meiner Leuchtkraft werde ich Mauern einreißen, Brücken bauen, Grenzen überwinden und neue Spähren des Daseins erreichen. Mein Strahlen wird verbinden, wird keine Unterschiede mehr machen zwischen dem ICH und dem DU – wird eins sein mit allen Aspekten der Schöpfung.

Ein Traum von Leichtigkeit

Die Fenster des Autos sind weit geöffnet, Sonnenstrahlen erhellen den Innenraum und kitzeln mein Gesicht. Der Fahrtwind weht durch die Fenster hinein, wirbelt meine Haare durcheinander und kühlt meine erhitzte Haut. Ich genieße die frische Brise, schmecke das Salz in der Luft und rieche das Meer.

Ich schließe die Augen. In meinem Kopf herrscht Stille. Nicht die übliche Geschäftigkeit meiner Gedanken, die wild umherwirbeln, sich an jedem x-beliebigen Reiz festklammern um sich dann einen permanenten Schlagabtausch zu liefern.

In diesem kurzen Moment ist es, als ob es kein Morgen gäbe. Die Zeit scheint still zu stehen. Ich nehme einen tiefen Atemzug – noch einen und noch einen. Es ist, als könnte ich damit diesen besonderen Moment des Glücks konservieren – dieses unbeschreibliche Gefühl von Leichtigkeit in meine Lungen aufsaugen und auf ewig festhalten.

Ich nehme seine Hand, spüre die Wärme und Zuneigung, die von ihr ausgeht. Ich drücke sie ganz leicht, so als wollte ich damit sagen: „Na, fühlst du das auch?“ Ich öffne die Augen und schaue direkt in seine – erneut begegnet mir das vertraute Gefühl von Wärme und Zuneigung. Auch ohne das mich seine Worte erreichen, weiß ich im Stillen, er fühlt genauso wie ich. Und obwohl das Auto weiter Richtung Süden rollt, ist mir als wäre ich bereits angekommen.

 

Tag am Meer

Happy Birthday Emily!

Meine liebe Emy,

Deine warmen, treuen Augen sind mit den Jahren etwas trüb geworden – dennoch können sie bis auf den Grund meiner Seele blicken. Mehr denn je finde ich in ihnen Zuflucht und Halt, wenn das Leben mich mal wieder ängstigt oder ich Deine vertraute Nähe suche.

 

Etwas langsamer und gemütlicher sind Deine Bewegungen geworden – dennoch haben sie nicht an Grazie und Eleganz verloren. Verständlich, dass es mich mit Stolz erfüllt, wenn Du neben mir am Rollstuhl läufst und wir eine Einheit bilden. Als Team sind wir einfach unschlagbar!

 

Auch wenn Du Deine Schritte heute mit Bedacht wählst – wenn dein geliebtes Enten-Dummy fliegt bist Du schneller als der Wind und läufst federnd wie auf Wolken. Ich kann Dir gar nicht sagen, wieviel Glück ich dabei empfinde, wenn Du mir Deine Beute voller Stolz und mit wedelndem Schwanz anvertraust. Du bringst mein Herz zum tanzen!

 

Dein weiches, schwarzes Fell ist mittlerweile um ein paar graue Haare reicher geworden – doch ich verliebe mich jeden Tag aufs Neue in Dich, denn Du wirst von Jahr zu Jahr schöner. Ich liebe nichts mehr, als Dich beim kuscheln ganz nah bei mir zu haben und mit meinen Fingern durch Dein seidiges Fell zu streicheln. Deinen Herzschlag, Deinen Atem und Deine Wärme zu spüren und Deinen lieblichen Geruch in mich aufzusaugen. Deine Hingabe und Dein Vertrauen sind mein größter Schatz!

 

Nach all den Jahren gehen wir im gleichen Takt durchs Leben – die gemeinsame Zeit und das Alter haben uns beide weiser gemacht und das Band zwischen uns ist stärker denn je. Ich bin unendlich dankbar für jeden Tag mit Dir an meiner Seite und hoffe so sehr, dass uns noch viele weitere Jahre geschenkt werden. Ein Leben ohne Dich? Unvorstellbar!

 

Alles Gute zum 12. Geburtstag Emily!

 

 

Ein kleiner, aber feiner Videobeitrag über meinen Gewinn des ERGO Awards #DeinWeg2016

Nachdem ich Ende letzten Jahres mit meinem Blogbeitrag „Von Abschieden und Neuanfängen mit Muskeldystrophie“ völlig unerwartet und überraschend den ERGO Award #DeinWeg2016 gewonnen habe, war vor einigen Tagen ein Kamerateam der ERGO Deutschland bei mir zu Hause und hat einen Videobeitrag über mich gedreht.

In dem Video berichte ich unter anderem darüber, wie es zu dem Gewinn beim ERGO Award #DeinWeg2016 kam. Außerdem  spreche ich über die Ziele meines Blog, über meine Leidenschaften zu denen vor allem meine Hündin Emily und meine Reisen in ferne Länder zählen sowie über meine Zukunftspläne. Schaut es Euch an und seht selbst…

Neuanfang

Jeder von uns stand in seinem Leben schon einmal vor der persönlichen Herausforderung, dass sich der eigene Lebensweg plötzlich in zwei Richtungen gabelte und uns eine Entscheidung abverlangt wurde: gehe ich meinen bisherigen Lebensweg weiter oder biege ich ab und wage einen Neuanfang?

Solche Entscheidungen, die uns das Leben von Zeit zu Zeit immer wieder abverlangt, fallen nicht nur unglaublich schwer, sondern sind in der Regel auch folgenreich für uns und die Menschen, die uns umgeben. Wen wundert es da, dass wir häufig aus Angst eine falsche Entscheidung zu treffen, auf dem vertrauten Weg verbleiben. Doch genau auf diesem vermeintlich sichereren Weg bleibt eben auch so manches von unseren Potentialen und Möglichkeiten auf der Strecke.

So erging es auch mir: ich stand schon seit längerer Zeit an einem Scheideweg, nicht wissend, für welche Richtung ich mich entscheiden soll. Es ging dabei für mich um die Klärung der Frage, wie es zukünftig beruflich für mich weitergehen soll. Diese Frage stellte sich für mich nicht etwa, weil ich meinen Job als Sozialpädagogin/-arbeiterin nicht liebe, sondern weil mich dieser Job sehr viel Kraft kostet. Um genau zu sein, er kostet mich so viel Kraft, dass am Ende eines Tages nicht genug Energie für das eigentliche Leben übrig bleibt. Um den Anforderungen meines Alltags oder anders gesagt meinem Tagespensum gerecht zu werden, muss ich mich ständig disziplinieren, permanent alles von mir geben und an vielen Baustellen gleichzeitig kämpfen. Da bleibt so wenig Platz für das eigentliche Leben, für das Sein, für mich und meine Bedürfnisse.

Über Monate hinweg habe ich mir immer wieder aufs Neue diese Fragen gestellt: Kann ich mir die Arbeit gesundheitlich noch länger leisten? Ist sie mir das Wert? Wie schlecht muss es mir gesundheitlich noch gehen, damit ich aufhöre, permanent meine Grenzen zu überschreiten? Das, was Raubbau an meinen körperlichen und mentalen Kräften betreibt, ist nicht etwa nur die reine Arbeitszeit, es ist auch das was alles nötig dafür ist – das davor und danach, was für einen gesunden Menschen kaum der Rede wert ist.

Obwohl ich tief in meinem Inneren die Antworten auf diese Fragen schon kannte, habe ich sie lange Zeit ignoriert und mir eingeredet: Ich brauche eine klare Aufgabe. Ich brauche eine feste Arbeit. Ohne Arbeit kein Geld und ohne beides kein sozialer Stellenwert. Immer wieder habe ich mich verglichen und mir gesagt, alle anderen (ob behindert oder nicht behindert) kriegen das doch auch hin, warum also ich nicht?! Die Angst, keine Aufgabe, keinen Status, keinen Mehrwert mehr (für die Gesellschaft) zu haben, hielt mich lange davon ab eine Entscheidung zu treffen. Wer bin ich denn noch, wenn ich keinen festen Job mehr habe? Was bin ich ohne Job noch wert? Wofür habe ich studiert und all die Jahre gekämpft? Dafür, dass ich mit Anfang 30 in Rente gehe? Wenn schon behindert, dann doch bitte mit einem guten Job und möglichst unabhängig, so war lange Zeit mein Denken geprägt.

Viel zu lang habe ich im Außen nach Antworten auf meine Fragen und Bestätigung für meine Gedanken gesucht. Vielleicht sogar auch nach einer Absolution. Doch ich fand nichts von alledem. Meine Angst und meine Unsicherheit vor dem Neuen und Ungewissen haben meinen Mut und meine Sehnsucht nach Veränderung immer wieder im Keim erstickt. Erst nach und nach habe ich begriffen, dass nur ich selbst mir die Antworten auf meine Fragen geben kann. Dass ich den Mut und das Vertrauen haben muss, meinem inneren Kompass zu folgen. Dass das Leben mich tragen wird, so wie es mich bisher immer getragen hat. Und das auch in dieser Hinsicht auf einen Abschied wieder ein Neuanfang folgen wird.

Vielleicht wusste es das Schicksal besser als ich und hat mich deshalb vor knapp einem Jahr dazu geführt, diesen Blog hier ins Leben zu rufen. Erst durch das öffentliche Schreiben und die zahlreichen Rückmeldungen, die ich auf meine Texte hin bekommen habe, habe ich erkannt, dass ich auch neben meinem beruflichen Dasein sehr wohl eine wichtige Aufgabe und einen Mehrwert für die Gesellschaft habe. Mir ist klar geworden, wieviel allein ich mit meinen Texten bewegen kann – ich kann andere Menschen damit berühren, kann Mut und Hoffnung geben, kann in mancher Hinsicht als gutes Beispiel voran gehen, kann Denken verändern und eine neue Sicht auf die Dinge vermitteln, kann Barrieren beseitigen und Brücken bauen.

Mit dem Schreiben habe ich einen Weg gefunden, dem was durch mich in die Welt will, Ausdruck zu verleihen. Das gibt mir Kraft und macht mich frei. Es hat in mir den Mut entfacht Altes loszulassen und mich für Neues zu öffnen. Auch wenn ich momentan noch ganz am Anfang meines neuen Weges stehe und nicht weiß, was dieser alles für mich bereit halten wird, so spüre ich doch, dass es richtig ist ihm und meiner inneren Sehnsucht zu folgen.

Eins habe ich verstanden, während ich an dieser Weggabelung stand und verzweifelt nach Antworten gesucht habe: es gibt kein richtig oder falsch. Richtig ist, was sich gut anfühlt, was mich glücklich macht und mir Kraft zum Leben gibt. Und das ich in erster Linie mir und meinen Erwartungen an mein Leben gerecht werden muss und niemand anderem. Ich selbst trage die Verantwortung für mein persönliches Glück und habe jeden Tag aufs Neue die Chance es zu gestalten.

„In uns selbst liegen die Sterne unseres Glücks!“

(Heinrich Heine)

 

An solch dunklen Tagen…

Kürzlich hatte ich wieder einen dieser „dunklen Tage“. Wer kennt sie nicht? Tage, an denen man sich zu nichts motivieren kann, keine Energie hat und einfach alles zuviel und zu schwer erscheint.

An solchen (meist kalten Winter-)Tagen möchte ich mir am liebsten die Decke über den Kopf ziehen, in meinem warmen Bett bleiben und mich vor der Welt da draußen verstecken. Einfach allem aus dem Weg gehen, mich in mein inneres Schneckenhaus zurück ziehen und erstmal nicht wieder heraus kommen.

Vor allem meinen Körper, der nicht so funktioniert wie ich es mir wünsche, erlebe ich dann als pure Frustration und Provokation des Lebens. Meine Arme sind an solchen Tagen gefühlt doppelt so schwer wie sonst, der Brustkorb ist wie zugeschnürt, sodass das freie Atmen schwer fällt und mein Bewegungsradius ist noch kleiner, als er sowieso schon ist. Alles scheint schier unerreichbar. Und dabei spreche ich nicht von der Durchführung großer Projekte oder Unternehmungen, sondern von den kleinen Alltäglichkeiten, wie anziehen, Zähne putzen, mit Emily spazieren gehen, meine Assistenz anleiten, usw.

Nicht nur mein Körper, auch mein Kopf spielt an solchen Tagen gern mal verrückt. Alles ist zuviel, jede Anforderung direkt schon eine Überforderung und der Mut sich dem Leben zu stellen ist einfach verschwunden. An solchen Tagen empfinde ich eine unglaubliche Ohnmacht und Ungerechtigkeit darüber, mit einem „nicht funktionierenden“ Körper leben zu müssen; mit einem Körper, der sich meist müde, träge oder schmerzend anfühlt; der sich weigert die Bewegung auszuführen, die mein Kopf ansteuert; der nicht einmal die ureigenen Bedürfnisse befriedigen kann; der von anderen Menschen gepflegt, versorgt und positioniert werden muss.

Um ehrlich zu sein, das tut wahnsinnig weh, denn ich weiß, das es niemals wieder anders sein wird. Mit dieser Beeinträchtigung zu leben, sie als gegeben zu akzeptieren ist für mich (manchmal) unglaublich schwer.

Doch das ist nicht das Ende meiner heutigen Geschichte. Nein, denn dann wäre ich nicht ich!

 

Was hilft an solchen Tagen?
Mir hilft es, mich immer wieder auf das Hier und Jetzt zu besinnen, wenn meine Gedanken in der Vergangenheit nach Vergleichen kramen oder Horrorszenarien für die Zukunft kreieren. Achtsam mit meinen Gedanken und Gefühlen umzugehen – mir diese bewusst zu machen, ihnen Raum zu geben und sie nach Möglichkeit anzunehmen und zu respektieren (gelingt natürlich nicht immer ;-)). Für mich zu sorgen, indem ich Dinge tue, die mir gut tun oder die mir gute Gefühle vermitteln (eine heiße Badewanne & ein gutes Buch, mit einer lieben Freundin in die Sauna gehen, mein Lieblingsessen kochen & anschließend bewusst genießen, Kopfhörer auf & sich von der Lieblingsmusik berühren lassen, Texte wie diesen schreiben, …).

Aber es helfen auch liebe Menschen, die versuchen so gut es geht meine Hände und Füße zu ersetzen. Die mit kreativen Ideen unmögliches möglich machen. Die an meiner Seite stehen, auch wenn mich mal für kurze Zeit die Hoffnung verlässt. Die mich zum Lachen bringen, auch wenn mir zum Heulen zu Mute ist. Die nicht müde werden mir zu zeigen, wie schön das Leben doch eigentlich ist.

 

Letzte Woche Sonntag war einer dieser dunklen Tage für mich. Ich kam nicht gegen meinen eigenen inneren Schweinehund an. Sah mich ihm hilflos ausgeliefert. Doch ich hatte das unfassbare Glück, das liebe Freunde mich (gegen meinen Willen) eingesammelt haben und sich mit mir zum Schlitten fahren aufgemacht haben. An diesem vermeintlich dunklen Tag durfte ich wieder einmal erfahren, wie schön das Leben doch eigentlich ist! Wie bunt und wie facettenreich! Das Freud und Leid nah beieinander liegen können, ohne sich gegenseitig auszuschließen. Dass das Glück keinen Unterschied macht zwischen gesund oder krank, Fußgänger oder Rollstuhlfahrer, Helfender oder Hilfeempfänger, solange man sich darauf einlässt. Glück entsteht meiner Meinung nach da, wo wir uns bewusst einlassen: aufeinander, auf die Natur, auf Emotionen und Situationen.

Während wir mit dem Schlitten durch den Schnee sausten, war mein ganzer Schmerz, meine Ohnmacht und Frustration vergessen, obwohl sie immer noch da, noch in mir waren. Ich spürte die Kälte auf meiner Haut; den Schlitten, wie er unter mir weich über den Schnee dahinglitt; lauschte den vergnügten Lauten der Kinder, die ausgelassen im Schnee tobten; beobachtete meine Emy dabei, wie sie quietsch vergnügt wie ein junger Hund durch den Schnee flitzte; sah das zufriedene Lächeln auf den Gesichtern meiner Freunde, weil ihre Mission geglückt war.

An diesem Nachmittag konnte ich spüren, wie sich mein Herz wieder Stück für Stück öffnete für die Wunder des Lebens. Ich konnte fühlen, wie das Glück jede Zelle meines Körpers durchströmte und erkannte letztendlich:

Auch an solch dunklen Tagen… Ist das Leben schön!

 

*Lasst mich an Euren Erfahrungen teilhaben – wie verbringt Ihr solche dunklen Tage? Was habt Ihr für Geheimrezepte zur Bekämpfung des inneren Schweinehunds? Was bedeutet für Euch Glück?
Ich freue mich auf Eure Kommentare …

 

 

 

 

 

Keep on rollin in 2017

Zum Jahresende möchte ich noch einmal die Gelegenheit nutzen und mich bei Euch allen für die wahnsinnige Unterstützung und den positiven Zuspruch bedanken!

2016 war für mich ein Jahr der privaten Abschiede und der beruflichen Neuanfänge! All die Höhen und Tiefen haben meinen Blick für die wesentlichen Dinge in meinen Leben noch einmal zurecht gerückt und mir letztendlich geholfen meinen Fokus neu auszurichten!

Ich habe Neues gewagt und bin dafür unendlich belohnt worden – mit Eurer Beigeisterung & Anteilnahme für meine Texte habt Ihr nicht nur mein Herz berührt, sondern mir auch klar gemacht, was ich alles bewegen kann.

Ich habe viel vor in 2017 und Ihr dürft gespannt auf neue Texte und Projekte sein

Nun wünsche ich Euch allen einen guten und friedlichen Rutsch ins neue Jahr! Möge 2017 viel Positives für uns bereithalten – vor allem aber Frieden , Liebe, Glückseligkeit und mehr Zeit für die Menschen & Dinge, die uns etwas bedeuten!!!

Und meistens kommt es anders, als man denkt…

Alles begann mit einer harmlosen Internetrecherche

zum Thema, wie optimiere ich meinen BLOG (ich als Blogger-Anfänger bin immer offen und dankbar für neue Tipps). Beim Stöbern durchs World Wide Web stieß ich durch Zufall auf einen Blogbeitrag von Thorsten Luttmann, indem er über seine Teilnahme am Wettbewerb ERGO Award #DeinWeg 2015 berichtete. Ich hatte noch nie zuvor von einem solchen Wettbewerb gehört und so las ich, was er dazu auf seinem Blog „ZWISCHENZEITEN“ schrieb:

„Manchmal sind es die kleinen Dinge, die ein Leben verändern können. Manchmal sind es Augenblicke, in denen sich zufällig etwas ereignet, manchmal dann, wenn Du es am wenigsten erwartest. Und manchmal bringen Dich diese Augenblicke auf einen Weg, von dem Du vielleicht nie gedacht hast, dass Du ihn einschlagen würdest. Oder wolltest. In eine Zukunft, die Du Dir so nie erträumt hättest. Wohin Dich dieser Weg bringt? Das weiß ich nicht. Es ist die Reise Deines Lebens. Deine Suche nach dem Licht. Und manchmal musst Du einfach die Dunkelheit suchen um das Licht zu finden.“

Diese Zeilen berührten mich sehr und machten mich neugierig. Ich las weiter zu den Hintergründen und erfuhr, dass die ERGO Versicherungsgruppe einmal im Jahr einen Award vergibt, der mit Preisen im Gesamtwert von 11.500 € dotiert ist. Der Award richtet sich an Menschen, die an ihre Träume glauben. Menschen, die sich mit möglichen Schwierigkeiten auseinandersetzen und dennoch nicht von ihrem Weg abweichen. Menschen, die in einem Beitrag Ihren persönlichen Weg beschreiben und dabei Mutmacher für andere sind.

 

Ich dachte direkt: „Das schaffe ich auch – da mache ich mit!“

Dabei ging es mir in erster Linie gar nicht um das in Aussicht gestellte Preisgeld, denn ehrlich gesagt rechnete ich mir anfangs keine großen Chancen aus zu gewinnen. Es ging mir vielmehr um die Herausforderung und den Reiz, meinen eigenen Lebensweg in Worte zu kleiden und andere Menschen daran teilhaben zu lassen. Darüber hinaus erhoffte ich mir natürlich meinen erst kürzlich gestarteten Blog bekannter zu machen und neue Leser zu gewinnen.

Tatsächlich vergingen jedoch noch ein paar Tage, in denen ich immer wieder über eine mögliche Teilnahme nachdachte, für und wider gedanklich abwägte, bis ich schließlich den Mut fasste und anfing zu schreiben (zu diesem Zeitpunkt verblieben mir noch knapp 48 Std. bis zum Einsendeschluss, was mir zugegebenermaßen ziemlich Bauchweh bereitete).

 

Einmal angefangen, hörte ich nicht mehr auf zu schreiben.

Ich war voller Adrenalin und schrieb mir in einem unbeschreiblichen Work-Flow alles von der Seele. Ich machte eine Reise durch die Vergangenheit, hin zu schönen und auch weniger schönen Momenten. Ich kehrte mit jeder einzelnen Zeile mein Innerstes nach Außen und hielt dies schwarz auf weiß fest.
Als ich nach zwei Tagen fertig war, blickte ich, zwar hundemüde, dafür aber voller Stolz auf mein Werk. Ich hatte es tatsächlich geschafft dem Erlebten und meinen Gefühlen mit Worten Ausdruck zu verleihen. Worte, die selbst mich berührten!

Ich reichte den Beitrag nur wenige Stunden vor Einsendeschluss ein und wartete gespannt auf die Entscheidung der 6-köpfigen Jury. Knapp eineinhalb Wochen musste ich mich in Geduld üben, doch als ich dann endlich das Ergebnis erfuhr, ging ein Freudenschrei durch meine vier Wände – ich war tatsächlich unter den 20 Finalisten!

 

Was dann passierte, hätte ich mir nie träumen lassen…

So wie sie mich berührt haben, müssen meine Worte wohl auch all die Leser berührt haben, denn anders kann ich mir nicht erklären, wie mich so viele Menschen unterstützen konnten! Mehr als 1000 Menschen haben in den letzten 10 Tagen für mich abgestimmt und noch weitaus mehr Menschen haben meinen Beitrag gelesen.

Mir verschlug es sprichwörtlich die Sprache, als ich mitbekam, welche Wellen der Anteilnahme und Begeisterung meine Geschichte auf meinem Blog, Facebook und anderen sozialen Medien auslöste und wie viele Menschen meinen Beitrag teilten oder anderweitig Werbung dafür machten.

Dadurch kam es dann auch dazu, dass der Sauerlandkurier auf mich aufmerksam wurde und mir eine Interviewanfrage über Facebook schrieb. Ich dachte zunächst ich sehe nicht richtig, als ich lass, dass Sie gerne einen Bericht in Ihrer Sonntagsausgabe über meine Geschichte veröffentlichen wollen, um mich zu unterstützen. So kam es dann tatsächlich auch und der Bericht schaffte es sogar auf die Titelseite! Ich war sprachlos und stolz zugleich!

 

Ich hatte schon gewonnen, bevor das Ergebnis des Online-Votings überhaupt feststand.

Unglaublich viele Menschen haben mir in den letzten 10 Tagen, seit der Veröffentlichung meines Beitrags geschrieben und mir ihre Anerkennung ausgesprochen. Zahlreiche Kommentare auf meinem Blog, Beiträge auf Facebook, Whats Apps und E-Mails rührten mich mehr als einmal zu Tränen. Jede einzelne Rückmeldung hat mir Kraft gegeben und Mut gemacht den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen.

Ich war so viele Jahre davon überzeugt meine Erkrankung trenne mich von den Menschen. Durch die Geschehnisse der letzten Wochen durfte ich jedoch wieder einmal erfahren, dass sie uns in Wirklichkeit miteinander verbindet. Diese Erkenntnis ist wohl das größte Geschenk!

 

Ich habe den Award tatsächlich gewonnnen!

Ich kann es immer noch nicht glauben, aber ich habe den ERGO Award #DeinWeg 2016 tatsächlich gewonnen.

Zunächst geht mein Dank an die ERGO Versicherungsgruppe für diesen großartigen Wettbewerb. Durch den Gewinn bin ich meinem Traum, ein Buch zu schreiben, ein gutes Stück näher gekommen.

Danken möchte ich auch den anderen Teilnehmern vom ERGO Award #DeinWeg 2016 für den Mut Ihre wunderbaren und zum Teil sehr persönlichen Geschichten mit der Öffentlichkeit zu teilen. Nur so kann dieser tolle Wettbewerb überhaupt Zustande kommen.

Außerdem danke ich Euch, meinen Lesern, von Herzen für die großartige Unterstützung, den selbstlosen Einsatz und das tolle Feedback. Es bewegt mich sehr, wie viele Menschen hinter mir und meiner Geschichte stehen. Eins kann ich Euch versprechen, ich werde weiterschreiben und für mein Ziel kämpfen!

In diesem Sinne

keep on rollin’

ERGO Award #DeinWeg 2016 – bitte gebt mir Eure Stimme!!!

Seit heute morgen und noch bis zum 30.11. könnt Ihr unter nachfolgendem Link für Euren Favoriten beim ERGO Award #DeinWeg 2016 abstimmen:

http://blog.ergo.de/de/Mut-Machen/1611/Dein-Weg-2016-Wer-soll-gewinnen.aspx

Es wäre unglaublich toll, wenn Ihr mir Eure Stimme gebt und mir damit helft, meinem Ziel ein Buch zu schreiben ein Stückchen näher zu kommen.

Ich möchte mich an dieser Stelle schonmal bei allen für die unglaubliche Unterstützung und Anteilnahme während der letzten Wochen bedanken! Das bestärkt mich darin auf dem richtigen Weg zu sein.

Jetzt liegt es in Eurer Hand: bitte votet für mich und drückt die Daumen!!!

 

#DeinWeg 2016 – Ich bin im Finale!!!

Es ist wirklich kaum zu glauben, aber ich habe es mit meinem Beitrag http://www.rollinginthedeep.de/von-abschieden-und-neuanfaen… bei insgesamt 80 Bewerbungen für den ERGO Award #DeinWeg 2016 tatsächlich unter die 20 Finalisten geschafft. Ich bin total geflasht!!!
Mein herzlicher Dank geht an die fleißige Jury und natürlich auch an die ERGO Group für diese tolle Chance!

Ab Montag, den 21.11. kann bis zum 30.11. online abgestimmt werden!

Bitte unterstützt mich dabei, mein Ziel zu erreichen, indem Ihr meinem Beitrag Eure Stimme gebt. Toll wäre es natürlich auch, wenn Ihr so gut es geht Werbung bei Familie, Freunden und Bekannten macht, damit möglichst viele Stimmen zusammen kommen!
Sobald der Link zum Online-Voting online verfügbar ist, gebe ich Euch Bescheid – dann heißt es abstimmen und Daumen drücken!

Auf der Seite der ERGO Group könnt Ihr mehr über den ERGO Award #DeinWeg 2016 erfahren und Euch auch ein Bild von den anderen Nominierten machen:

http://blog.ergo.de/de/Mut-Machen/1611/Dein-Weg-2016-Das-sind-die-Nominierten.aspx

#DeinWeg 2016: Eindrücke der Jury-Sitzung